Hier wird alles gesammelt, was mit Sprache zu tun hat, besonders mit dem Zusammenhang von Sprache und Bewusstsein. Mich interessiert, wie Sprache den Bezug zum Anderen (Du, die Welt, eine Stadt,...) verändern kann. Besuch mich auch unter www.ines-seidel.de!

Sprache verändert das Frauenbild

Sprachwissenschaftler Professor Jürgen Schiewe äußert sich im Intervie mit dem journalizzm-blog zum Zusammenhang zwischen Sprache, Denken und gesellschaftlichen Veränderungen - bezogen auf Geschlechtergerechtigkeit. Prof. Schiewe ist der Meinung, dass die Sichtbarmachung von Frauen in der Sprache, wie sie seit den 70er Jahren aus der Feministischen Linguistik gefordert wird, sehr wohl zur veränderten gesellschaftlichen Stellung der Frau beigetragen hat. Ich finde interessant sich anzuschauen, welche Gründe es geben kann, geschlechtergerechte Sprache zu vermeiden.

journalizzm: Warum ist es manchen Leuten ein Dorn im Auge geschlechtergerecht zu sprechen? Was würden Sie diesen sagen?

Schiewe: (…) Geschlechtergerechter Sprachgebrauch wird als unökonomisch, unrichtig empfunden oder mit radikaler Emanzipation verbunden. Sprachliche Veränderungen sind, wenn man sie bemerkt, immer unbequem, denn da muss man ja etwas tun. Viele Menschen haben gegenüber der Sprache eine sehr konservative, konservierende Einstellung.

Manche Menschen wenden sich aber auch gegen einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch, weil sie der Auffassung sind, dass wir den gesellschaftlichen Wandel, der damit ja angestoßen werden soll, schon durchgemacht haben. Wenn Frauen so denken, die es ja in erster Linie betrifft, gut, dann muss und will ich das für den Einzelfall akzeptieren, obwohl ich insgesamt gesehen da schon meine Bedenken habe. Männer dagegen müssen meines Erachtens schon sehr viel genauer begründen, warum ihnen der geschlechtergerechte Sprachgebrauch ein Dorn im Auge ist – vor allem aber sollten sie sich selbst zuerst eine ehrliche Antwort auf diese Frage geben.

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Vor 2 Jahren
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Das Unbewußte, Gleichberechtigung - und Sprache

Firmen bemühen sich um mehr Chancengleichheit für Frauen … und stellen fest, dass guter Wille, Work-Life-Balance etc. allein nicht reicht. Unbewußte Vorbehalte führen dazu, dass erfolgsorientierte Frauen nicht positiv beurteilt werden. Weil das eben unbewußt passiert, ist dem nur schwer abzuhelfen… Einige Firmen analysieren die Sprache von Beurteilungen, um unbewußten Vorurteile ins Bewusstsein zu holen.

Die Financial Times dazu:

Training and awareness raising can play a role in helping individuals understand what influences them, ensuring it does not adversely affect their decisions. However, companies that are most effectively tackling unconscious bias are doing something in addition to this – they are turning to data. …This could involve analysing the language used in a performance review. “For a man it might say ‘assertive, strong, driver for results’ and for a similar woman it might say ‘aggressive, sharp elbows’,” says Ms Lang. “So they look for a code that betrays unintentional bias and do training around it to make sure they have consistent standards.”

Vor 3 Jahren
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Männer entschuldigen sich weniger oft …

…und das liegt einer Studie unter Studenten und Studentinnen zufolge daran, dass sie weniger oft zu der Einschätzung kommen, etwas falsch gemacht zu haben, als Frauen.

"Men aren’t actively resisting aSorrypologizing because they think it will make them appear weak or because they don’t want to take responsibility for their actions,” said study researcher Karina Schumann, a doctoral student in social psychology at the University of Waterloo in Ontario, Canada. “It seems to be that when they think they’ve done something wrong they do apologize just as frequently as when women think they’ve done something wrong. It’s just that they think they’ve done fewer things wrong.”

(Quelle: MSNBC)

Vor 3 Jahren
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bester bisher gelesener beschwerdebrief, den der siebenjährige moritz an einen kinderspielzeughersteller geschrieben hat, um auf die stereotype rollenverteilung im werbekatalog hinzuweisen.

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bester bisher gelesener beschwerdebrief, den der siebenjährige moritz an einen kinderspielzeughersteller geschrieben hat, um auf die stereotype rollenverteilung im werbekatalog hinzuweisen.

Vor 2 Jahren
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Weisheit über Männer an der Bushaltestelle.

Weisheit über Männer an der Bushaltestelle.

Vor 3 Jahren
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